CBD-Konzentrationen verstehen

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Vier gleich große runde Glasscheiben mit unterschiedlich großem bernsteinfarbenem Flächenanteil

Wer bei uns im Laden zwei Flaschen nebeneinanderhält, sieht als Erstes die Prozentzahl. Auf der einen steht 10 %, auf der anderen 20 %. Die Zahlen wirken eindeutig, und der Vergleich scheint einfach.

Schwieriger wird es in dem Moment, in dem aus dieser Zahl eine Milligrammmenge werden soll. Wie viel CBD steckt eigentlich in der Flasche? Die naheliegende Rechnung führt schnell zu einem Ergebnis. Ob dieses Ergebnis stimmt, hängt allerdings davon ab, wie die Prozentangabe definiert ist. Fehlt diese Bezugsbasis, lässt sich die Prozentangabe nicht eindeutig in Milligramm übersetzen.

Was bedeutet eine Prozentangabe?

Eine Prozentangabe beschreibt zunächst ein Verhältnis. Sie sagt, wie groß der Anteil eines Stoffes an einem Ganzen ist — hier also, wie viel CBD im Verhältnis zur gesamten Formulierung enthalten ist.

Das Wort sagt es bereits: Prozent heißt „von hundert“. Jede Prozentangabe setzt also etwas voraus, wovon sie hundert Teile nimmt — einen Bezug. Ohne diesen Bezug bleibt sie unvollständig.

Was sie dagegen nicht sagt: wie viel insgesamt in der Flasche ist.

Der Unterschied lässt sich an einem Kuchen zeigen. „Ein Fünftel des Kuchens“ ist eine klare Aussage über den Anteil. Wie viele Gramm dieses Fünftel wiegt, weiß man damit noch nicht — dafür muss man wissen, wie groß der Kuchen ist. Bei einem Blechkuchen ist ein Fünftel deutlich mehr als bei einem kleinen Gugelhupf, obwohl der Anteil in beiden Fällen identisch ist.

Genauso verhält es sich mit der Prozentzahl auf einer Flasche. Sie beschreibt den Anteil, nicht die Menge. Werden beide gleichgesetzt, entstehen daraus Missverständnisse beim Vergleich zweier Produkte.

Konzentration und Gesamtmenge sind nicht dasselbe

Soll die absolute Menge aus einer Konzentrationsangabe berechnet werden, braucht man zusätzlich die betrachtete Produktmenge. Die Konzentration allein reicht dafür nicht.

Werden zwei Konzentrationen auf dieselbe Bezugsbasis und dieselbe betrachtete Produktmenge bezogen, bedeutet die höhere Konzentration entsprechend eine höhere rechnerische CBD-Menge. Was eine Bezugsbasis genau ist, kommt gleich — an dieser Stelle genügt der Gedanke, dass zwei Zahlen nur dann vergleichbar sind, wenn sie sich auf dasselbe beziehen.

Soll aus einer Konzentrationsangabe die Gesamtmenge in einer Flasche abgeleitet werden, gehört deshalb auch die Füllmenge in die Rechnung. Sie steht auf der Flasche, in der Regel in Millilitern, und ist für die Frage „wie viel ist drin?“ ebenso wichtig wie die Prozentzahl selbst.

Der Effekt zeigt sich schon bei identischer Prozentzahl. Bei derselben klar definierten Konzentration kann eine größere Produktmenge entsprechend eine größere absolute Stoffmenge bedeuten. Wie die Rechnung im Einzelnen aussieht, hängt davon ab, auf welche Bezugsgröße sich die Konzentration bezieht. Die Prozentzahl selbst bleibt dabei unverändert — sie beschreibt den Anteil, und der ändert sich nicht, wenn man mehr oder weniger davon abfüllt.

Was bedeuten m/m, m/V, mg/ml und mg/g?

Für das Verständnis von Konzentrationsangaben sind vor allem vier Darstellungsformen wichtig. Zwei beziehen sich auf eine Masse, zwei auf ein Volumen:

Angabe Bedeutung Was brauche ich zusätzlich?
% m/V Gramm je 100 ml Volumen
% m/m Gramm je 100 g Masse — oder Volumen und Dichte
mg/ml Milligramm je ml Volumen
mg/g Milligramm je g Masse

Der Buchstabe hinter dem Schrägstrich verrät, worauf sich die Angabe bezieht: V steht für Volumen, m für Masse. „m/V“ ist also Masse je Volumen, „m/m“ Masse je Masse.

Warum diese Unterscheidung bei einem Öl überhaupt eine Rolle spielt, zeigt ein Blick auf die Dichte. Typische Trägeröle wie MCT-Öl haben eine geringere Dichte als Wasser. Zehn Milliliter eines solchen Öls wiegen deshalb weniger als zehn Gramm. Milliliter und Gramm sind hier also nicht austauschbar — und damit sind es mg/ml und mg/g ebenso wenig.

Die Dichte ist die einzige Brücke zwischen den beiden Welten. Wer von einer Masseangabe zu einer Volumenangabe kommen will oder umgekehrt, braucht sie.

In der Praxis steht dieser Zusatz allerdings nicht zwangsläufig dabei. Findet sich auf einem Etikett nur „10 %“, bleibt offen, ob damit Gramm je 100 Milliliter oder Gramm je 100 Gramm gemeint sind. Genau an dieser Stelle beginnt die eigentliche Frage.

Warum 10 % nicht automatisch 1.000 mg in 10 ml bedeuten

Damit sind wir beim Kern. Eine Prozentangabe braucht eine Bezugsbasis, um eindeutig zu sein. Bei einer öligen Formulierung kommen zwei in Betracht: Masse je Masse oder Masse je Volumen. Je nachdem, welche gemeint ist, führt dieselbe Prozentzahl zu einem anderen Ergebnis.

Dass beide Lesarten fachlich gebräuchlich sind, zeigt ein Blick in die Arzneibücher. Das US-amerikanische Arzneibuch legt für Feststoffe, die in Flüssigkeiten gelöst sind, standardmäßig eine Gewichts-/Volumen-Angabe zugrunde. Das Europäische Arzneibuch verwendet andere Schreibweisen und drückt Masse-Volumen-Konzentrationen beispielsweise als Gramm je Liter aus. Die standardisierte deutsche Rezepturvorschrift für ölige Cannabidiol-Lösungen verwendet dagegen keine Prozentangabe, sondern gibt die Konzentration direkt in Milligramm je Milliliter an.

Aus diesen Arzneibuchkonventionen lässt sich allerdings nicht ableiten, welche Bezugsgröße ein konkretes frei gehandeltes CBD-Öl verwendet. Die Beispiele zeigen, dass unterschiedliche fachliche Konventionen für Konzentrationsangaben existieren — nicht, welche im Einzelfall gemeint ist.

Damit bleibt der entscheidende Satz: 10 % bedeuten nicht unter jeder möglichen Bezugsdefinition automatisch exakt 1.000 mg CBD in 10 ml. Für eine exakte Umrechnung muss bekannt sein, wie die Prozentangabe definiert ist und welche Produktdaten zugrunde liegen.

Das Problem liegt dabei nicht an der Einheit selbst. Eine klar definierte Prozentangabe kann sehr präzise sein. Unklar wird es erst, wenn die Bezugsbasis nicht benannt ist.

Zwei Rechenwege – zwei unterschiedliche Ergebnisse

Am schnellsten wird der Unterschied sichtbar, wenn man dieselbe Prozentzahl einmal so und einmal so liest und beide Male bis zum Ende durchrechnet. Die beiden folgenden Rechnungen beruhen ausdrücklich auf gesetzten Annahmen und nicht auf den Daten eines bestimmten Produkts. Die Annahme steht jeweils am Anfang, damit nachvollziehbar bleibt, worauf das Ergebnis beruht.

Szenario A: Die Angabe ist volumenbezogen

Angenommen, 10 % bedeuten 10 g CBD je 100 ml Fertigprodukt.

Dann entsprechen 10 % genau 100 mg pro Milliliter. Bei einer Füllmenge von 10 ml ergibt sich daraus rechnerisch eine Menge von 1.000 mg.

Der Rechenweg ist denkbar kurz: Die Konzentration bezieht sich direkt auf das Volumen, und das Volumen steht auf der Flasche. Mehr wird nicht gebraucht. Unter dieser Annahme ist die Rechnung völlig korrekt.

Szenario B: Die Angabe ist massenbezogen

Angenommen, 10 % bedeuten 10 g CBD je 100 g Fertigprodukt, und die fertige Formulierung hätte beispielhaft eine Dichte von 0,95 g/ml.

Dann wiegen 10 ml dieser Formulierung 9,5 g. Zehn Prozent davon sind 0,95 g, also 950 mg.

Hier sind es zwei Schritte statt einem: erst vom Volumen zur Masse, dann von der Masse zum Wirkstoffanteil. Der Umweg über das Gewicht ist nötig, weil sich die Konzentration in diesem Szenario auf die Masse bezieht und nicht auf das Volumen.

Der Wert 0,95 g/ml ist dabei ausschließlich eine gesetzte Beispielannahme, damit die Rechnung nachvollziehbar wird. Er ist keine Angabe zu einem bestimmten Produkt.

Beide Rechnungen können mathematisch korrekt sein. Welche davon auf ein konkretes Produkt zutrifft, lässt sich erst sagen, wenn die Bezugsbasis des Produkts bekannt ist.

Wichtig ist dabei, was aus den beiden Ergebnissen gerade nicht folgt: Sie bilden keine Spanne. 950 und 1.000 mg sind die Ergebnisse zweier unterschiedlicher Annahmen, nicht die Ober- und Untergrenze eines realen Produkts.

Warum die Füllmenge dazugehört

Bleiben wir bei der volumenbezogenen Annahme aus Szenario A und schauen auf zwei unterschiedlich große Flaschen.

Für eine Flasche mit 10 ml und 10 % ergeben sich nach dieser Rechnung 1.000 mg. Für eine Flasche mit 30 ml und 5 % ergeben sich 1.500 mg — obwohl der Konzentrationswert nur halb so hoch ist.

Das niedriger konzentrierte Produkt kann also insgesamt die größere Stoffmenge enthalten, wenn das Gebinde größer ist. Wer zwei Produkte allein nach der Prozentzahl sortiert, sortiert deshalb nicht zwangsläufig nach der enthaltenen Menge — er sortiert nach dem Anteil, und das ist etwas anderes.

Für den Vergleich der Konzentrationswerte selbst muss die Füllmenge nicht gleich sein. Sie wird erst dann entscheidend, wenn aus der Konzentration eine absolute Menge werden soll. Zwei Flaschen können deshalb unterschiedlich konzentriert sein und aufgrund ihrer unterschiedlichen Füllmengen trotzdem eine andere Reihenfolge bei der Gesamtmenge ergeben.

Eine ähnliche Grenze gilt für die nächstkleinere Portionsebene: Eine Konzentrationsangabe lässt sich nicht ohne Weiteres in Milligramm pro Tropfen übersetzen, weil dafür zusätzlich das produktspezifische Tropfenvolumen bekannt sein müsste. Wie eine Pipette technisch funktioniert und wovon die Tropfengröße abhängt, erklären wir an anderer Stelle.

Was ist CBD-Öl?

Konzentrationsverhältnis und absolute Menge

Hier lohnt es sich, zwei Fragen sauber zu trennen, die leicht als eine einzige behandelt werden.

Die erste Frage betrifft den Konzentrationswert. Verwenden zwei Angaben dieselbe Bezugsdefinition, dann ist 40 % als Konzentrationswert viermal 10 %. Das gilt unter einer massenbezogenen Angabe genauso wie unter einer volumenbezogenen. Dieses Verhältnis ist robust, es hängt an keiner weiteren Produkteigenschaft.

Die zweite Frage betrifft die absolute Menge in zwei gleich großen Flaschen. Hier ist die Antwort nicht mehr dieselbe.

Ist die Angabe volumenbezogen, ergibt sich rechnerisch exakt das Vierfache: Das Volumen ist gleich, die Konzentration bezieht sich direkt darauf, mehr braucht es nicht.

Ist die Angabe massenbezogen, kommt eine weitere Größe ins Spiel. Dann hängt die Menge in der Flasche davon ab, wie viel die Flaschenfüllung wiegt — und das Gewicht ergibt sich aus dem Volumen und der Dichte der jeweiligen Formulierung. Unterscheiden sich die Dichten zweier Formulierungen, ist das Verhältnis der absoluten Mengen deshalb nicht automatisch exakt vierfach.

Anders gesagt: Unter einer massenbezogenen Angabe hängt die Menge in der Flasche daran, wie viel die Flaschenfüllung wiegt. Zwei verschiedene Formulierungen müssen bei gleichem Volumen aber nicht gleich viel wiegen.

Das ist der Grund, warum sich Konzentrationswerte zuverlässiger vergleichen lassen als absolute Milligrammzahlen, solange die Bezugsbasis nicht benannt ist. Sofern beide Prozentangaben dieselbe Bezugsdefinition verwenden, bleibt ihr Konzentrationsverhältnis stabil; die daraus abgeleitete absolute Milligrammmenge lässt sich dagegen nicht ohne Weiteres bestimmen.

Was sagt ein Laborwert?

Neben der Zahl auf dem Etikett steht in einem Analysenbericht eine zweite Zahl. Beide Zahlen können ähnlich aussehen, stammen aber aus unterschiedlichen Ebenen: Die eine ist eine Herstellerdeklaration, die andere ein Messergebnis an einer konkreten Probe.

Dass beide die Schreibweise % verwenden, beweist noch nicht, dass ihnen dieselbe definierte Bezugsgröße zugrunde liegt. Ein Laborwert erklärt deshalb nicht automatisch, wie die Deklaration gebildet wurde.

Wie real diese Frage ist, zeigt eine Untersuchung von CBD-Ölen: Die Ergebnisse wurden dort massenbezogen bestimmt, und für die zusätzliche Darstellung in Milligramm je Milliliter nahmen die Autoren eine Dichte an. Das zeigt, dass eine Umrechnung zwischen Masse- und Volumenangaben eine Dichteinformation benötigt.

Daraus folgt auch: Liegen Etikettenwert und Messwert zahlenmäßig nah beieinander, ist das noch keine metrologisch abgesicherte Übereinstimmung. Dafür müssten unter anderem die verwendeten Bezugsgrößen klar sein und die berichtsspezifische Messunsicherheit bekannt sein. Was ein Analysenzertifikat aussagt und wie man es liest, ist ein Thema für sich.

Was bedeutet das für unsere CBD-Öle?

Unsere CBD-Öle gibt es in vier Konzentrationsstufen: 10 %, 20 %, 30 % und 40 %. Alle vier werden mit einer Vollspektrum-Angabe geführt, in derselben Füllmenge von 10 ml abgefüllt, in einer Braunglasflasche mit Pipette, als Formulierung in MCT-Öl auf Kokosbasis.

Bei diesem Vergleich kommt die Gebindegröße nicht als zusätzliche Variable hinzu: Alle vier Varianten enthalten 10 ml.

Die vier Prozentwerte lassen sich als Konzentrationswerte miteinander vergleichen. 20 %, 30 % und 40 % entsprechen dem Zwei-, Drei- beziehungsweise Vierfachen des Konzentrationswerts von 10 %.

Wie sich dieses Verhältnis in absolute Milligramm je Flasche übersetzt, hängt von der Definition der Prozentangabe und gegebenenfalls weiteren Produktdaten ab.

Für den Vergleich der Stufen untereinander ist das Verhältnis der Konzentrationswerte die belastbare Ebene, ohne daraus eine absolute Milligrammmenge je Flasche abzuleiten.

Die vier Stufen im direkten Vergleich findest du in unserer Übersicht: CBD-Öle im Überblick

Was Konzentration nicht aussagt

Bei gleicher Bezugsdefinition bedeutet eine höhere Prozentzahl einen höheren Konzentrationswert. Sie bedeutet nicht automatisch eine höhere Qualität, eine höhere Reinheit, eine sorgfältigere Herstellung oder eine bessere Eignung.

Über das Ausgangsmaterial sagt die Konzentration nichts. Über das Herstellungsverfahren ebenso wenig. Über das verwendete Trägeröl und den Umfang der Analytik auch nicht. Das sind eigenständige Produktmerkmale, die man einzeln betrachten muss und die sich aus einer Prozentzahl nicht ableiten lassen.

Die Prozentzahl ist damit eine Verhältnisangabe und kein Qualitätsmerkmal. Sie beschreibt die Konzentration eines Stoffes innerhalb einer definierten Bezugsgröße; wie viel insgesamt enthalten ist, ergibt sich daraus erst zusammen mit der betrachteten Produktmenge und gegebenenfalls weiteren Produktdaten. Zwei Öle mit identischer Konzentration können sich in allen übrigen Merkmalen deutlich unterscheiden.

Aus einer Konzentrationsstufe lässt sich außerdem keine fachlich belegte Zuordnung zu einer bestimmten Nutzergruppe oder Erfahrungsstufe ableiten. Die standardisierte Rezepturreihe des DAC/NRF für ölige Cannabidiol-Lösungen enthält ebenfalls keine Zuordnung der Konzentrationsstufen zu bestimmten Nutzergruppen. Eine eigene Staffelung nach Erfahrungsniveau wird deshalb ebenfalls nicht vorgenommen.

Ist Preis je Milligramm sinnvoll?

Der Preis je Milligramm ist als Vergleichszahl naheliegend. Er setzt voraus, dass die absolute CBD-Menge belastbar bekannt ist. Liegt sie direkt in Milligramm vor, lässt sich die Kennzahl unmittelbar berechnen. Soll sie dagegen erst aus einer Prozentangabe abgeleitet werden, müssen dafür die Bezugsbasis und die weiteren notwendigen Produktdaten bekannt sein.

Hinzu kommt eine zweite Bedingung: Die Milligrammangaben müssen sich auf dieselbe klar definierte Größe beziehen. Eine Angabe für CBD allein lässt sich nicht ohne Weiteres mit einer anders definierten Summenkennzahl vergleichen. Entscheidend ist eine belastbare absolute Menge derselben Kennzahl — nicht, dass beide Zahlen auf exakt demselben Rechenweg entstanden sind.

Wo die Kennzahl sich sauber bilden lässt, ist sie eine Kostenkennzahl und nichts darüber hinaus. Sie sagt, was eine bestimmte Stoffmenge kostet. Sie sagt nichts über Reinheit, Extrakttyp, Trägeröl, Analyseumfang oder Herstellungsqualität — und damit nichts darüber, welches Produkt das bessere ist. Als eine Angabe unter mehreren kann sie nützlich sein. Als alleiniges Vergleichskriterium greift sie zu kurz.

Kurz zusammengefasst

  • Eine Prozentangabe beschreibt ein Verhältnis zwischen Wirkstoff und Gesamtformulierung, nicht die Gesamtmenge in der Flasche.
  • Soll die Gesamtmenge aus einer Konzentrationsangabe berechnet werden, muss zusätzlich die betrachtete Produktmenge beziehungsweise Füllmenge bekannt sein.
  • Welche Milligrammzahl sich aus einer Prozentangabe ergibt, entscheidet die Bezugsbasis — also die Frage, worauf sich die Prozentzahl bezieht.
  • m/m und m/V sind nicht austauschbar; die Brücke zwischen beiden ist die Dichte.
  • Als Konzentrationswert ist 40 % viermal 10 % — für die absolute Menge gilt das nur unter bestimmten Bedingungen.
  • Eine Rechnung ist keine Messung: Ein rechnerisches Ergebnis ist kein analytisch bestimmter Produktwert.
  • Die Konzentration ist eine Verhältnisangabe und kein Qualitätsmerkmal.

Weiterführendes Wissen

Was ist CBD? — was der Stoff ist und wie er gewonnen wird.

Was ist CBD-Öl? — wie die Produktform aufgebaut ist, vom Trägeröl bis zur Pipette.

Vollspektrum vs. Isolat — was Vollspektrum, Broad Spectrum und Isolat aussagen und wie sie sich einordnen lassen.

CBD-Öle im Überblick — die vier Konzentrationsstufen nebeneinander.

Quellen

Arzneibücher und Rezepturvorschriften

  • Europäisches Arzneibuch (Ph. Eur.), General Notices — Schreibweisen und Konventionen für Gehalts- und Konzentrationsangaben. Zugang über die jeweilige Ausgabe, kostenpflichtig.
  • United States Pharmacopeia (USP), General Notices 8.130 — Konvention für prozentuale Konzentrationsangaben, unter anderem Gewicht/Volumen für Feststoffe in Flüssigkeiten. Zugang über die jeweilige Ausgabe, kostenpflichtig.
  • DAC/NRF, Vorschrift 22.10 — standardisierte ölige Cannabidiol-Lösung; Konzentrationsangabe in Milligramm je Milliliter. Zugang über das Deutsche Arzneimittel-Codex/Neues Rezeptur-Formularium, kostenpflichtig.

Wissenschaftliche Untersuchungen

  • Lindekamp, N. et al. (2024) — Untersuchung CBD-haltiger Öle; die Ergebnisse wurden massenbezogen bestimmt, für die zusätzliche Darstellung in Milligramm je Milliliter verwendeten die Autoren eine angenommene Dichte. Fachzeitschriftenbeitrag, Zugang über den Verlag.

Stand der Quellenprüfung: 29.09.2026.

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